Die Basis: Feedback und Reflexion
Feedback beginnt in der ersten Woche — erst nur Beobachtung, Wirkung und ein nächster Schritt.
Die schriftliche Reflexion wächst mit: nach der ersten Szene drei Sätze, später Absicht und Wirkung vergleichen,
am Ende eine zusammenhängende Reflexion.
A
Basis 1
Feedback — der Spiegel
Kurzfassung zuerst: Beobachtung · Wirkung · nächster Schritt (Level 1–3) — die Vollfassung schaltet sich danach frei
Wirkung ist nicht Absicht: beobachten statt bewerten, Feedforward statt Verbot — und wie man Feedback annimmt, ohne sich zu ducken.
- Was lerne ich?
- Wie man Rückmeldung gibt, die weiterhilft: beobachten statt bewerten, Feedforward statt Verbot.
- Vorkenntnisse
- keine — am besten in der ersten Woche
- Arbeitsform
- allein, dann im Kurs
- Danach im Kurs
- Nach der nächsten Szene: eine Beobachtung, eine Wirkung, ein nächster Schritt.
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B
Basis 2
Die schriftliche Reflexion
Kurzfassung zuerst: die vier Schritte in ein paar Sätzen — später die ganze Reflexion
Über die eigene Szene schreiben: vier Schritte, konkrete Sätze, der Blick von außen — und am Ende sitzt du selbst in der Jury und vergibst Punkte und Noten.
- Was lerne ich?
- Wie man über die eigene Szene schreibt: Idee, Durchführung, Publikumsreaktion, Ausblick — konkret und mit Fachbegriffen.
- Vorkenntnisse
- eine eigene Szene, an der du gearbeitet hast
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Zu jedem der vier Schritte zunächst einen konkreten Satz schreiben — später eine ganze Reflexion.
Modul starten
Theater entdecken
Erst eigene Erfahrungen mit Wirkung sammeln, dann Erzählweisen und historische Modelle kennenlernen.
Theater-ABC → Die Werkzeuge der Wirkung → Von Ödipus zum Viral-Clip → Das klassische Drama → Klausur-Arena
1
Schritt 1
Theater-ABC
Solo lernen: Erklärung → Beispiel → Zuordnung → selbst erinnern
30 Grundbegriffe direkt im Modul lernen, unterscheiden und wiederholen.
- Was lerne ich?
- Grundbegriffe verstehen, an Beispielen erkennen und aus dem Gedächtnis benennen.
- Vorkenntnisse
- keine
- Arbeitsform
- allein online oder offline; keine Spielgruppe erforderlich
- Zusätzlich möglich
- Ein separater Weg verbindet die Begriffe mit Spielpraxis.
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Optionaler Praxisweg
Theater-ABC mit Spielpraxis
Zusätzlich zum Solo-ABC: digital vorbereiten und gemeinsam ausprobieren.
Eine kurze Begegnung gestalten, Varianten erproben und Beobachtungen für die nächste Probe festhalten.
- Was lerne ich?
- Raum, Körper und Zeit gestalten, Impulse aufnehmen und aus Material eine Szene entwickeln.
- Vorkenntnisse
- keine; Grundbegriffe aus dem Solo-ABC helfen
- Arbeitsform
- digital allein vorbereiten; Spielaufgaben im Kurs oder in der Gruppe
- Im Kurs
- Eine Begegnung spielen, verändern und gemeinsam über ihre Wirkung sprechen.
Praxisweg starten
2
Schritt 2
Die Werkzeuge der Wirkung
Bühnenformen, Proxemik, Freeze und Stille, Kontrast und Fokus — du führst selbst Regie.
- Was lerne ich?
- Mit welchen Mitteln eine Szene wirkt: Bühnenform, Abstand, Freeze, Stille, Kontrast, Fokus.
- Vorkenntnisse
- keine
- Arbeitsform
- allein, danach in der Gruppe
- Danach im Kurs
- Eine kurze Szene in zwei Varianten spielen: einen Parameter wie Abstand, Tempo oder Pausenlänge verändern und die Wirkung vergleichen.
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3
Schritt 3
Von Ödipus zum Viral-Clip
Hook, Cliffhanger, AIDA, Worldbuilding — die Werkzeuge, die dich am Bildschirm festhalten, sind 2500 Jahre alt.
- Was lerne ich?
- Wie Geschichten Aufmerksamkeit halten: Hook, Cliffhanger, Worldbuilding — auf der Bühne und am Bildschirm.
- Vorkenntnisse
- keine
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Den Anfang der eigenen Szene so umbauen, dass er einen Hook hat.
Modul starten
4
Schritt 4
Das klassische Drama
Aristoteles, Freytags Kurve mit ihrem berühmten Knick, das retardierende Moment — und Ikarus als Transfer.
- Was lerne ich?
- Wie ein klassisches Drama gebaut ist: Aristoteles, Freytags Kurve, Peripetie, retardierendes Moment.
- Vorkenntnisse
- Werkzeuge der Wirkung hilft
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Die Kurve einer bekannten Geschichte (Film, Serie, Stück) nachzeichnen.
Modul starten
5
Schritt 5
Klausur-Arena
Kein neuer Stoff — Training: die Original-Klausurfragen, die Reflexions-Werkzeuge und eine Simulation mit echten Punktwerten.
- Was lerne ich?
- Wie man Wissen aus der Reihe prüfungssicher anwendet — kein neuer Stoff, nur Training.
- Vorkenntnisse
- alle Module des Weges
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine eigene Prüfungsfrage formulieren und mit einem Partner tauschen.
Im Umbau — bald wieder da
Szenen gestalten
Von der Grundsituation zu konkreten gestalterischen Entscheidungen — Film als zusätzlicher Zweig.
Das Spielfeld → Kontrast → Rhythmus → Die Macht der Musik → Filmbasic — Bild, Licht, Ton
1
Schritt 1
Das Spielfeld
Berichten, Verkörpern, Agieren — das Koordinatensystem des Theaters, bevor die großen Theoretiker auftreten.
- Was lerne ich?
- Die drei Grundhaltungen Berichten, Verkörpern, Agieren — das Koordinatensystem für alles Weitere.
- Vorkenntnisse
- keine
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Denselben Moment einmal berichtend, einmal verkörpernd spielen.
Modul starten
2
Schritt 2
Kontrast
Unterschiede, die Bedeutung erzeugen: Licht gegen Schatten, Stille gegen Klang — mit dem Achsen-Pult zum Durchschalten.
- Was lerne ich?
- Wie Unterschiede Bedeutung erzeugen: hell/dunkel, nah/fern, still/laut — und wann ein Kontrast etwas erzählt.
- Vorkenntnisse
- Das Spielfeld
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- In der eigenen Szene einen Kontrast setzen und benennen, was er bedeutet.
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3
Schritt 3
Rhythmus
Wie Zeit, Wiederholung und Puls eine Idee tragen — das zweite Gestaltungsmittel-Modul der Reihe.
- Was lerne ich?
- Wie Tempo, Timing und Pause eine Szene tragen — das zweite Gestaltungsmittel.
- Vorkenntnisse
- Kontrast
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Erforscht und gestaltet den Rhythmus eurer Szene. Arbeitet beispielsweise mit Freeze, Slow Motion, Reverse, Wiederholungen, unterschiedlichen Pausenlängen, Geschwindigkeiten und Kontrasten. Lasst euch vom Material, eurem Konzept oder euren Impulsen beim Spielen leiten.
Überprüft eure Gestaltung
- Funktionieren die eingesetzten Mittel so, wie ihr es beabsichtigt oder beim Spielen gespürt habt? Woran erkennt ihr das?
- Welche Kontraste sind entstanden? Welche waren gewollt, welche unbeabsichtigt? Was davon ist interessant, was funktioniert noch nicht?
- Welchen Rhythmus hat eure Szene jetzt? Wo trägt er eure Gestaltung, wo arbeitet er gegen sie?
- Welche rhythmische Funktion hat die ganze Szene im Stück oder in der Performance? Wirkt sie beispielsweise als Beschleunigung, Wiederholung, Bruch oder Pause?
- Was möchtet ihr beibehalten, verändern oder weiter ausprobieren?
Eine intuitive Entscheidung braucht dabei keine nachträglich erfundene Absicht. „Das entstand beim Spielen; wir haben diese Wirkung bemerkt und uns entschieden, es beizubehalten“ ist ebenfalls eine nachvollziehbare künstlerische Reflexion.
Modul starten
4
Schritt 4
Die Macht der Musik
Dieselbe Szene, sechs Musiken: diegetisch oder nicht, 1:1-Einsatz oder Kontrast — und warum die Stille die Pause der Musik ist.
- Was lerne ich?
- Was Musik mit einer Szene macht: diegetisch oder nicht, 1:1-Einsatz oder Kontrast, Leitmotiv, Stille.
- Vorkenntnisse
- Kontrast hilft
- Arbeitsform
- allein (Kopfhörer)
- Danach im Kurs
- Zwei Musiken für dieselbe Szene auswählen und die Wirkung vergleichen.
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5
Schritt 5
Filmbasic — Bild, Licht, Ton
optional — für Filmprojekte
Sieben Bildausschnitte, Coverage und die 180°-Regel, Licht und Ton mit Motivation — drehen mit dem Handy, aber mit Absicht.
- Was lerne ich?
- Wie man mit dem Handy bewusst dreht: Bildausschnitte, Coverage, 180°-Regel, Licht und Ton mit Motivation.
- Vorkenntnisse
- keine
- Arbeitsform
- allein, Dreh zu zweit
- Danach im Kurs
- Eine Szene in drei Einstellungsgrößen drehen und schneiden.
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Theaterkonzepte erproben
Von der psychologischen Figur über das gesellschaftliche Zeigen zu offenen Aufführungsformen.
Das Spielfeld → Strasberg — The Method → Brecht — Episches Theater → Postdramatisches Theater → Konzepte-Arena
1
Schritt 1
Das Spielfeld
Einstieg oder Wiederholung
Berichten, Verkörpern, Agieren — das Koordinatensystem des Theaters, bevor die großen Theoretiker auftreten.
- Was lerne ich?
- Die drei Grundhaltungen Berichten, Verkörpern, Agieren — das Koordinatensystem für alles Weitere.
- Vorkenntnisse
- keine
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Denselben Moment einmal berichtend, einmal verkörpernd spielen.
Modul starten
2
Schritt 2
Strasberg — The Method
knüpft an „muss echt wirken“ an
Der Psychologe: emotionale Wahrheit, Erinnerung als Werkzeug — Schauspiel aus dem Inneren, USA der 50er.
- Was lerne ich?
- Schauspiel aus dem Inneren: emotionale Erinnerung, Substitution, Konzentration.
- Vorkenntnisse
- Das Spielfeld
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine Figur über eine eigene Erinnerung anlegen — und beobachten, was sich verändert.
Modul starten
3
Schritt 3
Brecht — Episches Theater
erweitert die Frage: zeigen und zur Diskussion stellen
Der Analytiker: Distanz, V-Effekt, Zeigen statt Sein — das Publikum soll urteilen, nicht nur mitfühlen.
- Was lerne ich?
- Zeigen statt Sein: Verfremdung, Gestus, Straßenszene — das Publikum soll urteilen.
- Vorkenntnisse
- Das Spielfeld
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine Alltagsszene als Straßenszene nachstellen — mit Kommentar.
Modul starten
4
Schritt 4
Postdramatisches Theater
Beschrieben von Hans-Thies Lehmann: Präsenz des Körpers, Performance im Hier und Jetzt — Theater jenseits der Geschichte.
- Was lerne ich?
- Theater ohne durchgehende Figurenhandlung: Ereignis, Material, Präsenz.
- Vorkenntnisse
- Brecht
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine Szene ohne Figur bauen — nur aus Material, Körper und Raum.
Modul starten
5
Schritt 5
Konzepte-Arena
prüft auch Kontrast und Rhythmus — vorher kurz dort vorbeischauen
Der Abschlusstest der Reihe — Teil A bis C interaktiv, mit Punkten. Am besten nach allen sechs Modulen.
- Was lerne ich?
- Der Abschlusstest der Konzepte: die Spielweisen erkennen, vergleichen, zuordnen.
- Vorkenntnisse
- Spielfeld, Strasberg, Brecht, Postdramatik — und Kontrast + Rhythmus aus „Szenen gestalten“
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine Szene in zwei Spielweisen vor dem Kurs zeigen.
Arena starten
Auf eine Prüfung vorbereiten
Kein neuer Stoff: die Konzepte-Arena prüft die Spielweisen, die Reflexion übt das Schreiben,
die Klausur-Arena trainiert Fragen — sobald sie wieder da ist.
1
Schritt 1
Konzepte-Arena
Der Abschlusstest der Reihe — Teil A bis C interaktiv, mit Punkten. Am besten nach allen sechs Modulen.
- Was lerne ich?
- Der Abschlusstest der Konzepte: die Spielweisen erkennen, vergleichen, zuordnen.
- Vorkenntnisse
- Spielfeld, Strasberg, Brecht, Postdramatik — und Kontrast + Rhythmus aus „Szenen gestalten“
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine Szene in zwei Spielweisen vor dem Kurs zeigen.
Arena starten
2
Schritt 2
Die schriftliche Reflexion
Über die eigene Szene schreiben: vier Schritte, konkrete Sätze, der Blick von außen — und am Ende sitzt du selbst in der Jury und vergibst Punkte und Noten.
- Was lerne ich?
- Wie man über die eigene Szene schreibt: Idee, Durchführung, Publikumsreaktion, Ausblick — konkret und mit Fachbegriffen.
- Vorkenntnisse
- eine eigene Szene, an der du gearbeitet hast
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Zu jedem der vier Schritte zunächst einen konkreten Satz schreiben — später eine ganze Reflexion.
Modul starten
3
Schritt 3
Klausur-Arena
Kein neuer Stoff — Training: die Original-Klausurfragen, die Reflexions-Werkzeuge und eine Simulation mit echten Punktwerten.
- Was lerne ich?
- Wie man Wissen aus der Reihe prüfungssicher anwendet — kein neuer Stoff, nur Training.
- Vorkenntnisse
- alle Module des Weges
- Arbeitsform
- allein
- Danach im Kurs
- Eine eigene Prüfungsfrage formulieren und mit einem Partner tauschen.
Im Umbau — bald wieder da
Kino · passt zu Theater entdecken, Schritt 1
Der steht gern im Rampenlicht
Diesen Ausspruch kennt jeder — aber kaum jemand weiß: Diese Lampe gab es wirklich, und sie war hochexplosiv. Die Geschichte einer Lampe, die Landkarten zeichnete und Bühnenstars ins rechte Licht rückte.
3½ Minuten — und du weißt für immer, woher „im Rampenlicht stehen“ kommt.